Impfzentrum Schönbuch

Bitte beachten Sie folgende Informationen:

Organisatorisches

Sie erhalten direkt nach der Anmeldung einen QR-Code als Terminbestätigung für das ausgewählte Zeitfenster, es handelt sich hierbei nicht um die Vereinbarung einer fixen Uhrzeit.


Aufgrund der hohen Nachfrage kann es ggf. zu längeren Wartezeiten kommen. Wir bieten individuelle Beratung und ärztliche Betreuung, die jeder für sich in Anspruch nehmen möchte.


Bitte halten Sie Ihren Personalausweis, diese Terminbestätigungsmail und -sofern vorhanden- Impfpass bereit. Sie erhalten nach Abschluss der Impfung zusätzlich eine Ersatzbescheinigung der Impfung per E-Mail.

Impfnachweis und digitales Impfzertifikat

Im Laufe der Woche werden wir Ihnen Ihr digitales Impfzertifikat verschlüsselt per Mail* zusenden.


Sollten Sie innerhalb von zwei bis drei Tagen nach Ihrem Impftermin keine Mail mit Ihrem Impfzertifikat erhalten haben, dann schreiben Sie bitte eine Mail an zertifikate@apotheke-holzgerlingen.de


*dieser Service ist nur möglich, wenn Sie Ihre Mailadresse beim Buchungsprozess hinterlegt haben. Wenn Sie eine Impfung nach durchgemachter Infektion machen, dann denken Sie an die Nachweise ** für Ihre Coronainfektion (pos. PCR-Test).


**ohne PCR-Befund können wir Ihnen Ihre Genesenenimpfung nicht als Zertifikat zur Verfügung stellen.


Weiterhin können jede Apotheke und viele Arztpraxen mit der Ersatzbescheinigung oder den Angaben im Impfpass den digitalen Impfnachweis erstellen.


Mit der CovPass-App können Sie die Zertifikate direkt auf das Smartphone laden und mit einem QR-Code belegen. Zukünftig lassen sich in der App auch Nachweise über die Genesung von einer Corona-Infektion oder über einen negativen Corona-Test anzeigen. Die App ist ein kostenloses Angebot des Robert Koch-Instituts. Die Nutzung der App ist freiwillig.


Alternativ kann man den Corona-Impfschutz auch mit dem ausgedruckten Impfzertifikat oder dem bekannten gelben Impfpass nachweisen.


Im Testzentrum Holzgerlingen können Sie alternativ den QR-Code auf eine Karte drucken lassen (sog. „Immunkarte“)

Welche Impfstoffe gegen COVID-19 stehen in Deutschland zur Verfügung und in welchem Abstand sollte geimpft werden?

* Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass für den Janssen-Impfstoff eine geringere Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante besteht und häufig Impfdurchbrüche (symptomatische COVID-Erkrankungen) auftreten. Daher empfiehlt die STIKO für Personen, die nur einmal mit COVID-19 Vaccine Janssen geimpft wurden, eine zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis ab 4 Wochen nach der Janssen-Impfung.


Die COVID-19-Impfung wird wie andere Impfstoffe in den Oberarmmuskel injiziert. Nach der Impfung wird in Körperzellen das virale Spike-Protein (S-Protein) gebildet.


Diese führt zu einer Immunantwort und zur Bildung von virusneutralisierenden Antikörpern

Wie oft sollte ich mich nach durchgemachter Infektion impfen lassen?

SARS-CoV-2- Infektion (PCR-bestätigt*) +1 Impfung


Impfstoff: mRNA-Impfstoffe (Comirnaty / Spikevax) oder COVID-19 Vaccine Janssen


Gabe Impfdosen: 1 Impfdosis


Vollständiger Schutz: Sofort nach Impfung


Impfabstand und Alter laut Zulassung bzw. Empfehlung: In der Regel ab 6 Monate nach Diagnose, ab 4 Wochen nach Abklingen der Symptome möglich


*Die Infektion muss durch einen PCR-Test nachgewiesen werden, Antikörpernachweise werden nicht anerkannt, da anhand der Höhe der Antikörperspiegel kein genaues Datum des Infektionszeitpunkts möglich ist.


Als „genesen“ gelten in Deutschland folgende Personen:

  • Personen, die eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, die weniger als 6 Monate zurückliegt.
  • Personen, die einmal geimpft wurden und nach der ersten Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, die weniger als 6 Monate zurückliegt.


Sollten Sie jedoch einen positiven Antikörpertest vorweisen können, reicht anschließend eine einmalige Impfdosis aus, um als geimpft zu gelten. In diesem Fall soll der Antikörpernachweis in einem nach RiLiBÄK arbeitenden oder nach DIN EN ISO 15189 akkreditierten Labor erhoben worden sein. Allerdings wird die einmalige Impfung nach Infektion in einigen Ländern nicht als vollständiger Impfschutz anerkannt.

Informationen zur Auffrischungsimpfung („Boosterimpfung“) [2], Stand: 15.11.2021

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt aktuell die Auffrischimpfung für folgende Personen:


  • Personen im Alter von ≥ 70 Jahren
  • BewohnerInnen in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen (auch unter 70 Jahren)
  • Pflegepersonal und andere Tätige, die direkten Kontakt zu pflegenden Personen haben, oder andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID 19 Krankheitsverläufe
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt.
  • Darüber hinaus können laut Empfehlung der EMA alle Personen ab 18 Jahren, deren letzte Impfung mehr als 6 Monate zurückliegt, eine Boosterimpfung erhalten.
  • Für Menschen ab 18 Jahren mit einem normal funktionierenden Immunsystem sollte eine Booster-Spritze frühestens nach sechs Monaten in Betracht gezogen werden.


Für die Auffrischimpfung soll ein mRNA-Impfstoff verwendet werden, unabhängig davon, welcher Impfstoff bei der vorher erfolgten Impfung verwendet wurde.


Hierbei soll Spikevax® in geringerer Dosierung (halbe Dosis) verwendet werden (Zulassung Spikevax ab 30 Jahren!)


Personen, die eine Impfstoffdosis COVID-19 Vaccine Janssen® erhalten haben, sollen zur Optimierung ihres Impfschutzes eine weitere Impfung erhalten. Unabhängig vom Alter soll diesen Personen eine Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffs ab 4 Wochen nach der Janssen-Impfung angeboten werden, um den Schutz gegen eine Infektion mit der Deltavariante des SARS-CoV-2-Virus zu erhöhen.

Können geimpfte Menschen das Virus trotzdem weiter übertragen?

Diverse wissenschaftliche Studien belegen, dass die COVID-19-Impfstoffe symptomatische und asymptomatische SARS-CoV-2-Infektionen in einem erheblichen Maße verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung PCR-positiv wird, ist um ein Vielfaches vermindert. Darüber hinaus ist die Virusausscheidung bei Personen, die trotz Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion haben, kürzer als bei ungeimpften Personen mit SARS-CoV-2-Infektion. Gleichzeitig liegt für die Verhinderung von schweren Erkrankungsverläufen (Hospitalisierung) ein unverändert hoher Schutz vor. Der Impfschutz lässt über die Zeit nach und die Wahrscheinlichkeit, trotz Impfung PCR-positiv zu werden, nimmt zu. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) auch nach Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (Alltagsmasken, Hygieneregeln, Abstandhalten, Lüften) weiterhin einzuhalten.

COVID- Impfung in Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Schwangerschaft an sich stellt einen relevanten Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe dar. Infizierte schwangere Frauen erleiden häufiger Komplikationen als Nicht-Schwangere. Bei zusätzlich vorliegenden Vorerkrankungen (wie z. B. Adipositas, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus) erhöht sich das Risiko für eine schwere Erkrankung weiter. Die COVID-19-Impfung schützt sehr gut vor schweren COVID-19-Verläufen (die mit einer Hospitalisierung einhergehen).


Die bisher vorliegenden Sicherheitsdaten zeigen keine Hinweise auf ein häufigeres Auftreten von z.B. Früh- oder Totgeburten oder Missbildungen beim Fetus bzw. Neugeborenen.


  • Nach Risiko-Nutzen-Abwägung überwiegt eine allgemeine Impfempfehlung ab dem 2. Trimenon. Die STIKO empfiehlt hierfür die Impfung mit zwei Dosen eines COVID-19 mRNA-Impfstoffs im Abstand von 3-6 (Comirnaty) bzw. 4-6 Wochen (Spikevax).
  • Wenn die Schwangerschaft nach bereits erfolgter Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem 2. Trimenon durchgeführt werden. Eine bereits erfolgte COVID-19 Impfung im 1. Trimenon der Schwangerschaft ist keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.
  • Ebenfalls empfiehlt die STIKO allen ungeimpften Stillenden die zweimalige Impfung mit einem mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 während der Stillzeit. Die Impfung sollte im Abstand von 3-6 (Comirnaty) bzw. 4-6 Wochen (Spikevax) erfolgen. Eine COVID-19 Impfung von Stillenden ist bei unkompliziertem Verlauf auch im Wochenbett möglich.

Kann nach einer Impfung ein Antigen-Schnelltests oder PCR positiv werden?

Fast alle in Deutschland eingesetzten Antigentests basieren auf dem Nachweis eines anderen Proteins, dem Nucleocapsid-Protein (N-Protein). Da Antigentests ein anderes Virusprotein nachweisen als das bei der mRNA- oder Vektor-Impfung gebildete S-Protein, ist ein Einfluss einer Impfung auf das Antigentestergebnis nicht gegeben. Ebenfalls ist bei einem PCR-Test ein Einfluss der Impfung auf das Ergebnis ausgeschlossen.


Treten nach einer Impfung positive Antigen- oder PCR-Tests auf, könnten folgende Ursachen zu Grunde liegen:

  • Die Person, die geimpft wurde, war bereits vor der Impfung infiziert. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt 5-6 Tage.
  • Die Person, die geimpft wurde, könnte sich kurz nach Impfung angesteckt haben. Eine Wirkung der Impfung tritt in der Regel 10-14 Tage nach Applikation der 1. Impfstoffdosis ein.
  • Da die COVID-19-Impfung keinen 100 %igen Schutz vor einer Ansteckung garantieren kann, ist es auch möglich, dass sich eine Person trotz Impfung infiziert; in der Regel verläuft die Erkrankung dann mit milderen Symptomen oder sogar asymptomatisch.
  • Der Antigentest kann falsch positiv sein. Ein positiver Antigentest bedarf einer PCR-Testung, um eine Infektion zu bestätigen oder auszuschließen.

Abstand zwischen anderen Impfungen

Gemäß Empfehlung der STIKO muss zwischen COVID-19-Impfungen und der Verabreichung anderer Totimpfstoffe kein Impfabstand mehr eingehalten werden. Die Impfungen können gleichzeitig, verabreicht werden.


So ist zum Beispiel die gleichzeitige Verabreichung der Impfung gegen Grippe als auch gegen COVID-19 möglich. Die Injektion soll jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen (z.B. rechter Arm/linker Arm).

Bei einer gleichzeitigen Gabe von 2 Impfstoffen ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger als bei der getrennten Gabe auftreten können.

ach der Impfung beachten?

Was muss ich nach der Impfung beachten?

Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach der Impfung gegen COVID-19 von mindestens 15 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von 15-30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden.

Wer haftet bei eventuellen Impfschäden?

Für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit COVID-19 Schutzimpfungen und auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden, besteht bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in § 60 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG).


Unabhängig von einem etwaigen Anspruch auf Entschädigung nach § 60 IfSG haftet die impfende Person – wie auch sonst in derartigen Fällen – für Schäden, die z.B. im Zusammenhang mit Applikationsfehlern bei der Impfung (falsche Dosierung, falscher Applikationsort etc.) eintreten.

Welche Impfung brauche ich, wenn ich an einer klinischen Studie zu COVID-19-Impfstoffen teilgenommen habe oder einen nicht in Europa zugelassenen Impfstoff bereits erhalten habe (z.B. Sputnik-V, Sinovac etc.)

  • Wenn die Impfstoffstudien abgeschlossen sind, sollen die Teilnehmer*innen sich entblinden lassen, um zu erfahren, ob sie ein Placebo oder eine COVID-19-Impfung erhalten haben.
  • Personen, die ein Placebo erhalten haben, sollen sich entsprechend der nationalen Impfempfehlung impfen lassen (siehe oben)
  • Personen, die einen nicht zugelassenen Impfstoff erhalten haben, sollen sich entsprechend der nationalen Impfempfehlung impfen lassen.
  • Grund dafür ist, dass bei nicht zugelassenen Impfstoffen kein Nachweis über die Wirksamkeit der Impfung besteht. Um die Studienteilnehmer:innen dennoch optimal vor COVID-19 zu schützen sollte daher eine weitere Impfung entsprechend nationaler Impfempfehlung erfolgen.
  • Personen, die im Rahmen einer klinischen Studie einen mittlerweile in der EU zugelassenen Impfstoff erhalten haben, sind vor COVID-19 geschützt.

Mehr Fragen und Anworten finden Sie hier:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Quellen:

[1] RKI (Stand 9.11.2021), modifiziert

[2] infektionsschutz.de